Grundlagen des Hospizforums

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Unter diesem ethischen Imperativ des Artikels 1 unseres Grundgesetzes haben sich viele Bürger und Bürgerinnen in der Hospizbewegung zusammengefunden und setzen sich dafür ein, dass die Würde des Menschen auch in sei­nem Sterben und Tod erhalten bleibt oder wiederhergestellt wird. Schwerkranke, ihre Ange­hörigen und Menschen in Trauer erfahren durch fachkompetente und einfühlsame Pflege und Begleitung, dass sie gehört werden, dass sie ein Ansehen und einen Platz in unserer Ge­sellschaft haben.

Dabei ist die Hospizbewegung in der christlichen Tradition verankert, schwerkranken Men­schen in ihren körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Lebensvollzügen Wegbe­gleitung zu sein. Mit der Zuwendung zum Nächsten – unabhängig von seiner Herkunft und Religion – geben zahlreiche Menschen mit ihrem Einsatz in der Hospizbewegung aktiv Zeugnis ab von dem christlich geprägten Auftrag der Liebe zu den Menschen.

Das Hospizforum Düsseldorf

Das Hospizforum Düsseldorf ist der Zusammenschluss aller Träger von Hospizdiensten, -vereinen und stationären Hospizen in der Landeshauptstadt Düsseldorf und benachbarter Städte. Die Hospiz­mitarbeitenden engagieren sich in ökumenischen, ambulant tätigen Hospizvereinen (fünf ambulante Dienste für den Erwachsenenbereich und ein ambulanter Kinderhospizdienst) und in den beiden stationären Erwachsenen-Hospizen und dem stationären Kinderhospiz. Bereits seit 1995 bestand durch den Hospiz-Arbeitskreis Düssel­dorf eine enge Zusammenarbeit.

Um die notwendige Zusammenarbeit zwischen den Hospizvereinen und -initiativen sowie den Trägern der stationären Hospize in der Stadt Düsseldorf zielgerichtet und handlungsorientiert zu entwickeln und zu sichern, wurde das Hospizforum Düsseldorf im Jahr 2000 gegründet.

Der Auftrag und die Ziele des Hospizforums Düsseldorf leiten sich von den Wünschen der betroffenen Menschen ab. Diese sind:

  • Dort sterben zu können, wo man zu Hause ist oder sich zu Hause fühlt, in vertrauter Umgebung und in vertrauten Beziehungen; ohne quälende Schmerzen und Beschwerden
  • Mit einer professionellen Pflege und palliativmedizinischen Versorgung im häuslichen Umfeld
  • Mit einer einfühlsamen psychosozialen Begleitung, die es ermöglicht, den zentralen Fragen des Lebens und Sterbens nachzugehen und letzte Dinge regeln zu können
  • Soziale Kontakte zu leben und zu spüren „Sterben ist Leben vor dem Tod“ (C. Saunders)
  • In der Zeit der Trauer Beratung und Unterstützung zu erhalten

Auftrag und Ziele

  1. Zielgerichtetes, handlungsorientiertes und abgestimmtes Vorgehen aller in der Hospizarbeit tätigen Akteure.
  2. Interessenwahrnehmung der angeschlossenen Hospizvereine und -initiativen, sowie der stationären Hospize in der Stadt Düsseldorf.
  3. Ermutigung der Düsseldorfer Bevölkerung zur Mitarbeit in der Hospizarbeit.
  4. Weiterentwicklung des vorhandenen Angebotes zur Begleitung von schwerstkranken Menschen in der letzten Lebensphase und ihrer Angehörigen.
  5. Sicherung eines kontinuierlichen Informationsaustausches zwischen den angeschlossenen Hospizvereinen und -initiativen sowie den stationären Hospizen.

Konkrete Aufgaben

Durchführung regelmäßiger Arbeitssitzungen (Diese Sitzungen werden im rotierenden Wechsel durchgeführt. Die einladende Einrichtung ist für Einladung, Themenauswahl, Gestaltung und Protokoll verantwortlich).

  • Vertretung in Fachgremien
  • Entwicklung und Anregung von Qualitätsstandards
  • Öffentlichkeitsarbeit zur Verbreitung der Hospizidee
  • Durchführung gemeinsamer Hospizveranstaltungen oder -aktionen; Veröffentlichungen

Mitglieder des Hospizforums Düsseldorf

Dem Hospizforum Düsseldorf gehören als Mitglieder (Stand Mai 2014) an:

  • Hospizverein Düsseldorf Nord e.V., gegr. 1992
  • Ökumenische Hospizgruppe Gerresheim e.V., gegr. 1994
  • Ökumenische Hospizbewegung Düsseldorf-Süd e.V., gegr. 1996
  • Ökumenische Hospizgruppe Kaiserswerth e.V., gegr. 1999
  • Hospiz am Ev. Krankenhaus, gegr. 1994
  • Caritasverband für die Stadt Düsseldorf e.V./Caritas Hospizdienste, gegr. 1997
  • Ambulanter Kinderhospizdienst Düsseldorf (Deutscher Kinderhospizverein e.V), gegr.
  • Kinderhospiz Regenbogenland, gegr. 2004
  • Hospizbewegung Meerbusch e.V., gegr. 1993
  • Hospizbewegung Ratingen e.V., gegr. 1995

Jedes Mitglied hat bei Abstimmungen eine Stimme.

Aufnahme im Hospizforum Düsseldorf

Die Aufnahme neuer Mitglieder erfolgt auf schriftlichen Antrag beim Hospizforum Düsseldorf. Über den Antrag entscheiden die Mitglieder mit einfacher Mehrheit. Zunächst erhalten die Aufnahme beantragenden Institutionen einen „Gaststatus“ ohne Stimmrecht für ein Jahr. Danach kann die Aufnahme als Mitglied mit Stimmrecht beantragt  werden und die Mitglieder entscheiden mit einfacher Mehrheit über die Aufnahme.

Gäste

Mit einfachem Mehrheitsbeschluss können Vertreterinnen und Vertreter von Institutionen, die sich in besonderer Weise für die Betreuung und Versorgung schwerkranker und sterbender Menschen einsetzen, für eine oder mehrere Sitzungen als Gäste in das Hospizforum Düsseldorf eingeladen werden.

Vertretung des Hospizforums Düsseldorf

Die Vertretung des Hospizforums Düsseldorf nach außen erfolgt durch eine Sprecherin bzw. einen Sprecher bzw. dessen Stellvertretung, die aus den Düsseldorfer Mitgliedern gewählt werden. Sie vertreten die Belange des Hospizforums Düsseldorf.

Wahl der Sprecherin bzw. des Sprechers und ihrer Stellvertretung

Die Sprecherin bzw. der Sprecher und die Stellvertretung werden für die Dauer von drei Jahren durch ein­fache Mehrheit der Mitglieder gewählt. Die Sprecherin bzw. der Sprecher laden vor Ablauf ihrer Amtszeit zur Neuwahl ein.

Beendigung der Mitgliedschaft im Hospizforum Düsseldorf

Ein Mitglied kann durch schriftliche Erklärung gegenüber der Vertretung aus dem Hospizforum Düsseldorf austreten.

Ausschluss von Mitgliedern

Ein Mitglied kann aus dem Hospizforum Düsseldorf ausgeschlossen werden, wenn es in grober Weise die Interessen der Arbeitsgemeinschaft verletzt. Über den Aus­schluss beschließen alle Mitglieder des Hospizforums Düsseldorf, wobei eine Mehrheit von 2/3 notwendig ist.

Änderung der Grundlagen

Zur Änderung dieser Grundlagen ist eine 2/3 Mehrheit der Mitglieder erforderlich.

Das Hospizforum konstituierte sich zum 01.01.2000; zum gleichen Zeitpunkt traten die Grundlagen in Kraft. Im Rahmen einer Klausurtagung am 30.8.2010 wurden die Grundlagen überarbeitet und in der Hospizforums-Sitzung am 21.10.2010 angenommen. Die vorliegende 3. Fassung wurde im Frühjahr 2014 vorbereitet und in der Sitzung am 15.5.2014 angenommen.

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